23. - Lièbniki/Zahlwörter

1. Die Zahlwörter (lièbniki -- numerale) 1--4 sind dem Lernenden bereits bekannt. Die Grundzahlwörter (kardinale) von 5--100 werden im heutigen Obersorbischen gewöhnlich nicht gebeugt (so njedeklinuja). Die Zahlwörter bis 19 lauten: pjeæ num fünf; ¹ìsæ num sechs; sydom num sieben; wosom num acht; d¼ewjeæ num neun; d¼esaæ num zehn; jìdnaæe num elf; dwanaæe num zwölf; tøinaæe num dreizehn; ¹tyrnaæe num vierzehn; pjatnaæe num fünfzehn; ¹ìsnaæe num sechzehn; sydomnaæe num siebzehn; wosomnaæe num achtzehn; d¼ewjatnaæe num neunzehn.

Die Zehnerzahlen lauten: dwaceæi num zwanzig; tøiceæi num dreißig; ¹tyrceæi num vierzig; pjeæd¼esat num fünfzig; ¹ìsæd¼esat num sechzig; sydomd¼esat num siebzig; wosomd¼esat num achtzig; d¼ewjeæd¼esat num neunzig.

Die zusammengesetzten Zahlen im Bereich von 21--99 werden wie im Deutschen gebildet, indem der Einer und der Zehner mit dem Bindewort a verbunden werden, also: jedynadwaceæi num einundzwanzig; ¹tyriatøiceæi num vierundreißig; sydoma¹ìsæd¼esat num siebenundsechzig; d¼ewjeæad¼ewjeæd¼esat num neunundneunzig. Von diesen Zahlen werden, wenn sie alleine stehen und sich auf Leute beziehen, auch Beseeltheitsformen gebildet, die sämtlich wie tøo, ¹tyrjo gebeugt werden, etwa: my smy ¹ìsæo ,wir sind sechs`, njewid¼u wosmjoch, ale jeno¾ ¹tyrjoch ,ich sehe (keine) acht, sondern nur vier (Leute)`.

Die Hunderter lauten: sto num hundert; dwìsæì num zweihundert; tøista num dreihundert; ¹tyrista num vierhundert; pjeæstow num fünfhundert; ¹ìsæstow num sechshundert; sydomstow num siebenhundert; wosomstow num achthundert; d¼ewjeæstow num neunhundert; tysac num tausend. Bei den Zahlen 200--900 kommt auch Getrenntschreibung vor, also dwì sæì, tøi sta usw.

Werden größere Zahlen als hundert zusammengesetzt, so werden die einzelnen Teile getrennt geschrieben, also tysac ¹tyrista \Red{a sydomad¼ewjeæd¼esat} ,1497`, sto a pjeæadwaceæi ,125`.

kelko int wieviel; wup³aæiæ so p sich lohnen , sich auszahlen ; wulièiæ p ausrechnen; adìrowaæ ip addieren; plus plus; minus minus; króæ mal; pøez +4. prep durch; runja ist gleich

Zwuèowanja/Übungen

Pøe³o¾:

1. wosoma¹ìsæd¼esat 2. ¹tyriad¼ewjeæd¼esat 3. dwajatøiceæi 4. d¼ewjeæadwaceæi 5. dwì sæì a pjeæadwaceæi 6. wosom stow a ¹tyria¹ìsæd¼esat 7. tysac sydom stow a jedynadwaceæi 8. Kelko je sydom a ¹tyrnaæe? Sydom a (plus) ¹tyrnaæe je jedynadwaceæi. 9. Kelko je dwanaæe króæ dwanaæe? Dwanaæe króæ dwanaæe je sto a ¹tyria¹tyrceæi. 10. Kelko je sto a jedyn mjenje (minus) wosomawosomd¼esat? Sto a jedyn mjenje wosomawosomd¼esat je tøinaæe. 11. Kelko je d¼esaæ pøez jìdnaæe? Ach to je tak ma³o, to so njewup³aæi wulièiæ.

12. 376 13. 48 14. 33 15. 84 16. 101 17. 777 18. 73 19. 15 20. Wieviel ist $18+23$? $18+23=41$. 21. Wieviel ist $253-168$? $253-168=85$. 22. Wieviel ist $7*1$? $7*1=7$. 23. Wieviel ist $512/16$? $512/16=32$.

2. Mit den Zahlen von 5--100 steht das Wort, auf das sich die Zahlen beziehen, statt im 1. oder 4. im 2. Fall der Mehrzahl, also wid¼u duby ,ich sehe Eichen`, aber wid¼u pjeæ dubow ,ich sehe fünf Eichen`; nima¹ knihi ,du hast keine Bücher`, aber nima¹ d¼esaæ knihow, ma¹ jeno¾ ¹tyri ,du hast keine zehn Bücher, du hast nur vier` usw. Das Zeitwort steht in diesen Fällen in der Einzahl, also mu¾ojo so rozmo³wjeja ,die Männer unterhalten sich`, aber jedyna¹ìsæd¼esat mu¾ow so rozmo³w\Red{ja} ,einundsechzig Männer unterhalten sich`.

3. Bei größeren, zusammengesetzen Zahlen, die in mehreren Wörtern geschrieben werden, entscheidet das letzte Zahlwort und das Geschlecht des Hauptwortes, auf das es sich bezieht: sto a \Red{jedyn mu¾ tam steji} ,101 Männer stehen dort`, sto a jedn\Red{a ¾ona tu sed¼i} , hundertundeine Frau stehen dort` tøi sta a dwì ¾on\Red{je so rozmo³wjatej} ,302 Frauen unterhalten sich`, sto a ¹tyri konj\Red{e so pasu} ,104 Pferde weiden`, sto a dwaceæi knih\Red{ow tu le¾i} ,120 Bücher liegen hier`.

Beiwörter stehen in diesen Fällen im 1. (4.) Fall, wenn das Zahlwort zwischen dem Beiwort und dem Wort, auf das es sich bezieht, steht, also: tute zelen\Red{e pjeæ lipow} ,diese grünen fünf Linden`, wid¼u tute d¼esaæ knih\Red{ow} ,ich sehe diese zehn Bücher`. Sonst steht es wie das Wort, auf das es sich bezieht, im 2. Fall, also: mam pjeæ zajimawych knih\Red{ow} ,ich habe fünf interessante Bücher`. Entsprechend auch Wid¼i¹ t\Red{e poslednje pjeæ zelenych dubow?} ,Siehst Du die letzten fünf grünen Eichen?`. Im 1. Fall gibt es hier keine besonderen Formen für die Beseeltheitskategorie, also tu\Red{æi lubi mu¾ojo}, aber te lub\Red{e d¼esaæ mu¾ow}.

Bei zusammengesetzen Zahlen entscheidet hier weder das letzte Zahlwort noch das Geschlecht des Hauptwortes: Es steht bei vorausgehendem Beiwort das Hauptwort stets im 2. Fall der Mehrzahl und das letzte Zahlwort in der männlichen Form, also sto a jedna zelen\Red{a lipa} ,101 grüne Linden`, aber te poslednje sto a jedyn zelen\Red{ych lipow} ,die letzten 101 grünen Linden`, sto a dwì ¹ìrok\Red{ej poli} ,einhundert zwei weite Felder`, aber te druhe sto a dwaj ¹ìrok\Red{ich polow} ,die anderen einhundertzwei weiten Felder`. Das Zeitwort steht hier in der 3. Person der Einzahl oder (häufiger) Mehrzahl, also sto a dw\Red{ì ¾onje so runje rozmo³wjatej} ,102 Frauen unterhalten sich`, aber te sto a dw\Red{aj ¾onow so runje rozmo³wja / rozmo³wjeja}.

wowca f gen sg wowcy Schaf; muèny adj müde; móst m gen sg mosta Brücke; powìdka f Sage, Erzählung; wotpoèowaæ ip ruhen, ausruhen; chór m gen sg chóra Chor; hubjeny adj schlecht; zaportk m Ei (faules Ei); runje adw gerade, eben; inteligentny adj intelligent; coologiski adj zoologisch; mjez +5. prep zwischen; mjez druhim adw unter anderem; kanarik m Kanarienvogel; plapotawa f Wellensittich; law m Löwe; tamny adj anderer (von zweien); ze¾raæ p fressen, auffressen; ¹ìry adj grau; elefant m Elefant; kaèka f Ente; wopica f Affe; wopytowar m gen sg wopytowarja Besucher; nakupowaæ ip einkaufen; ble¹a f Flasche; worje¹k m Nuß; wino n Wein; trìbny adj nötig; køiwica f Kurve; slowèina f Pflaumenbaum; rosæ ip 1. sg rostu 2. sg rosæe¹ 3. pl rostu wachsen; za to dafür; jab³uèina f Apfelbaum; luty adj lauter; æmowomódry adj dunkelblau; wzaæ p 1. sg wozmu 2. sg wozmje¹ 3. pl wozmu imp nehmen; ka¹æik m Kasten, Kiste; hi¹æe raz nochmal; lièiæ ip zählen; Lubin m Drohmberg (Berg in der Nähe von Bautzen)

Zwuèowanja/Übungen

Pøe³o¾:

24. Sto a jedna kruwa so pase na pjeæ ³ukach. 25. Pod sydom zelenymi lipami spi ¹tyrnaæe muènych wowcow. 26. Sym wèera pøez sydom starych mostow ¹o³. 27. Po starej serbskej powìdce wotpoèuje sydom serbskich kralow na Lubinje. 28. W tutym chórje spìwa tøinaæe mu¾ow a d¼ewjatnaæe rjanych ¾onow. 29. Jedne z tutych d¼esaæ jejkow je hubjene. 30. Hubjene jejko rìka serbsce ,,zaportk``. 31. Tute d¼esaæ jejkow su rjane a wulke, runje ka¾ te d¼esaæ koko¹ow. 32. Mu¾ojo su jara inteligentni, ale tute d¼esaæ mu¾ow su h³upe. 33. W na¹ej coologiskej zahrod¼e mamy mjez druhim pjeæ ¾o³tych kanarikow, sydomadwaceæi pisanych plapotawow, ¹tyri brune njetopyrje, ¹ìsæ wulkich lawow, a jednu h³upu kozu. 34. Te tamne pjeæ h³upych kozow su lawy hi¾o ze¾rali. 35. Nimo tych ¹ìsæ wulkich lawow mamy hi¹æe tøi ¹ìre elefanty, jìdnaæe kaèkow a sto a jednu wopicu, ki¾ po ¹ìsæ zelenych ¹tomach ³a¾a a wopytowarjam k³obuki kradnu.

36. Über sieben Brücken mußt du gehn. 37. Drei Jungen und drei Mädchen streiten sich um fünf Äpfel. 38. Der Vater kauft ein: dreiundachzig Flaschen Bier, 102 Nüsse, 204 reife Äpfel und drei Flaschen Rotwein. 39. Das ist nötig, weil er gestern die letzten acht Flaschen Bier dem Großvater geschenkt hat. 40. Die fünf roten Autos, die gerade um die Kurve fahren, können wir (zwei) leider nicht sehen, weil sechs blaue Fahrräder im Wege (auf dem Wege) stehen. 41. Auf Großvaters vier Pflaumenbäumen wachsen neun grüne Äpfel. 42. Dafür wachsen auf seinen acht Apfelbäumen lauter dunkelblaue Pflaumen. 43. Nimm dir die anderen fünf roten Äpfel, diese hier sind noch nicht reif. 44. Was ist in diesen (beiden) Kästen? 1002 faule Eier, ich habe sie gerade nochmal gezählt.

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