13. - Mehrzahl der Eigenschaftswörter/Plural adjektiwow

beseelt unbeseelt
nom.dobri dobre
gen.dobrych dobrych
dat.dobrym dobrym
ak.dobrych dobre
ins.z dobrymi z dobrymi
lok.na dobrych na dobrych

1. Die Eigenschaftswörter (adjektiwy) werden in der Mehrzahl stets gleich gebeugt, einerlei, ob sie sich auf ein männliches, weibliches oder sächliches Hauptwort beziehen.

2. Gehört jedoch das Bezugswort zur Beseeltheitskategorie (kategorija muskowosobowosæe), so gleicht auch beim Eigenschaftswort die Form des 4. Falls (akuzatiw) der des 2. Falls (genitiw), so daß es heißt: Jana wid¼i stare konje ,,Jana sieht alte Pferde``, aber Jana wid¼i starych nanow ,,Jana sieht alte Väter``.

Ferner nimmt der 1. Fall (nominatiw) nicht die Endung -e, sondern -i, also stare konje ,alte Pferde`, aber stari nanojo ,alte Väter`. Vor diesem verwandeln sich t, d, ch in æ, , ¹: m³ody mu¾ ,junger Mann` --> m³od¼i mu¾ojo ,junge Männer`, bohaty knjez ,reicher Herr` --> bohaæi knje¾a ,reiche Herren`, suchi wuèer ,trockener Lehrer` --> su¹i wuèerjo ,trockene Lehrer`.

Eigenschaftswörter mit k oder h vor der Endung verwandeln diese in c, z und nehmen im 1. Fall die Endung -y, wenn sie sich auf ein Hauptwort beziehen, das in die Beseeltheitskategorie gehört: wulke konje ,große Pferde`, nahe ¾ony ,nackte Frauen`, aber wulcy mu¾ojo ,große Männer`, nazy hólcy ,nackte Jungs`.

3. Harte und weiche Eigenschaftswörter unterscheiden sich in den Endungen wie in der Einzahl und Zweizahl darin, daß das weiche Eigenschaftswort ein i hat, wo das harte ein y aufweist. Eigenschaftswörter auf k, h, ch haben nach den Rechtschreibregeln der 1. Lektion ebenfalls i statt y.

beseelt unbeseelt beseelt (weich) unbeseelt (weich)
nom.wulcy wulke prìni prìnje
gen.wulkich wulkich prìnich prìnich
dat.wulkim wulkim prìnim prìnim
ak.wulkich wulke prìnich prìnje
ins.z wulkimi z wulkimi z prìnimi z prìnimi
lok.na wulkich na wulkich na prìnich na prìnich

Zwuèowanja/Übungen

Bilde von folgenden sorbischen Wortgruppen die Formen im 1. Fall der Mehrzahl!

1. stary wuèer 2. luby d¼ìd 3. m³ody nan 4. lìnja studentka 5. wulki ¹tom 6. wulki ¹uler 7. zrudny basnik 8. druhi wjesnjan 9. zeleny abo èorny njetopyr 10. horcy chlìb 11. ¾o³ty, èerwjeny a èorny mu¾ 12. zbo¾owny bratr 13. nìmski ¹uler 14. serbski bur 15. prawy pøeæel 16. chory ko³p 17. èorny èerw 18. pilny pjekar 19. pilna pjekarka

4. Der zweite Fall (genitiw) wird statt des 1. (nominatiw) und 4. Falls (akuzatiw) nach unbestimmten Mengenangaben wie ma³o adw wenig; wjele adw viel; nì¹to adw etwas

oder auch Angaben wie hornc m Topf; bow m Eimer; d¼ìl m Teil

und ähnlichem verwendet, z. B. hornc muki ,ein Topf Mehl (muka)`, bow rybow ,ein Eimer Fische (ryba)`. Die Einzahl wird bei nichtzählbaren Gegenständen verwendet, sonst die Mehrzahl. Mit wjele, ma³o, nì¹to usw. steht das Zeitwort in der Einzahl, also z. B. tam je wjele rybow ,dort sind viele Fische`.

mloko n Milch

Zwuèowanja/Übungen

Übersetze folgende Wortgruppen ins Sorbische!

20. viele grüne Birnen 21. etwas kaltes Wasser 22. wenige frische Brötchen 23. viele fleißige Männer 24. ein Topf Milch 25. ein Eimer Sand 26. ein Teil der Zeitung 27. viele Tanzveranstaltungen 28. wenige Eulen 29. viele Briefe

5. Das Hauptwort woheñ ,Feuer` kann in allen Fällen außer dem 1. und 4. das e ausstoßen, also z. B. do wohnja und do wohenja ,ins Feuer`.

6. Etwas abweichend ist die Beugung der Zahlwörter tøo, tøi (Aussprache: cjo, ci) ,drei`, und ¹tyrjo, ¹tyri ,vier`:

beseelt unbeseelt beseelt unbeseelt
nom.tøo tøi ¹tyrjo ¹tyri
gen.tøoch tøoch ¹tyrjoch ¹tyrjoch
dat.tøom tøom ¹tyrjom ¹tyrjom
ak.tøoch tøi ¹tyrjoch ¹tyri
ins.tøomi tøomi ¹tyrjomi ¹tyrjomi
lok.tøoch tøoch ¹tyrjoch ¹tyrjoch

7. Das Fürwort ki¾ ,der, welche` wird für den 1. und 4. Fall in Einzahl und Mehrzahl aller Geschlechter verwendet, z. B. mu¾, ki¾ èita ,der Mann, der liest`, holca, ki¾ skaka ,das Mädchen, das hüpft` ryby, ki¾ p³uwaja ,die Fische, die schwimmen`, holcu, ki¾ Jan wid¼i ,das Mädchen, das Jan sieht`.

adjektiw m Adjektiv, Eigenschaftswort; adwerb m Adverb, Fürwort; skoèiæ p springen (einen Sprung tun); mjedwìd¼ m Bär; nìhdy adw einst; ryba f Fisch; storèiæ p stoßen; woheñ m Feuer; plapotaæ ip plappern, sprudeln ; tu¾ adw daher; hnydom adw sofort, gleich; póznawaæ ip erkennen; aj intrj ei; ¾adny adj selten; hosæina f Gastmahl; wulkotny adj großartig, wunderbar; sebi refl sich (3. Fall); klama f Maul; wopaliæ ip verbrennen (Finger, Mund); wostajiæ p lassen, hinterlassen; èerchaæ ip schlurfen; preè adw weg, fort; krótki adj kurz; pøiroda f Natur; hora f Berg; drasta f Kleidung; cholowy plt Hose; rukajca f Handschuh; èrij m Schuh; wo³mjany adj wollen, Woll-; pjezl m Strickjacke, Pullover; èapka f Mütze, Kappe; fifoliæ ip zwitschern; æe¾ki adj schwer, schwierig; wuslìdk m Ergebnis; wobraz m Bild; tøi num drei; wuèbnica f Lehrbuch; spod¼iwny adj merkwürdig, komisch; normalny adj normal; awtor m nom pl awt\d{o}rojo Autor; ¾aba f Frosch; skok m Sprung; mokry adj naß; rjechtaæ ip quaken; haè konj bis; woprawd¼e adw wirklich; Haslow m Dreikretscham; zra³y adj reif; slowka f Pflaume; lód m Eis; nóc f Nacht; lìtad³o n Flugzeug

Zwuèowanja/Übungen

Übersetze:

30. Dwaj w lìsu nìhdy mjedwìd¼ej

na hornc rybow storèitej,

ki¾ pøi wohnju plapota.

31. Tu¾ hnydom kó¾dy póznawa:

Aj, wìsæe tajka hosæina

¾adna je a wulkotna.

(Handrij Zejler) 32. H³upej mjedwìd¼ej pak sebi klamu wopalitej, dokel¾ su ryby tak horce. 33. Tohodla wostajitej ryby a èerchatej zaso preè. 34. Lìæo ma do³he dny, a zyma ma krótke dny. 35. Pøiroda -- to su wysoke hory, zelene lìsy, ma³e a wulke haty, ¹ìroke pola, pisane zahrody, ¹tomy, trawa, rjane kwìtki a ma³e, brune njetopyrje. 36. W zymje maja Bo¾ena, Bo¹æij a Leñka æop³u drastu, to su to³ste cholowy, æop³e rukajcy a èrije, wo³mjane pjezle a pisane èapki. 37. Alojs ma ma³e ptaèki rady, dokel¾ rjenje spìwaja a fifola. 38. Dobri a pilni ¹ulerjo maja te¾ w æe¾kich d¼ì³ach dobre wuslìdki.

39. Martin kann nicht mit drei Händen arbeiten, weil er nur zwei Hände hat. 40. Warum sind im Lehrbuch so komische Sätze? 41. Das liegt bestimmt an den (beiden) Autoren des Buchs. 42. Auf den grünen Wiesen unter den hohen Eichen sind viele kleine Frösche, die morgens mit großen Sprüngen in die nassen Teiche springen und dort laut bis zum Abend quaken. 43. An den dunklen Wänden der großen Häuser hängen wenig wirklich schöne Bilder. 44. Die jungen Mädchen und die jungen Burschen gehen gerne zum (auf) sorbischen Tanz (Mehrzahl) nach Dreikretscham. 45. An den großen Bäumen im Garten des alten Großvaters gibt es (sind) reife Birnen, schöne, rote Äpfel und frische Pflaumen.

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